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Develier - Lyss 3:2

14.04.2017 10:39:48 | Daniel Martiny

Develier - Lyss 3:2 (0:2)

Stade de la Pran. - 100 Zuschauer. - SR Callarec.
Tore: 42. Menetrey 0:1. 43. Rindlisbacher 0:2. 52. 1:2. 84. 2:2. 90. 2:3.
SV Lyss: Jost; Enderli, Kellerhals, Jamal Bakari, Karim Bakari; Adrian Brack (80. Asante), Eteno, Rindlisbacher, Lopez; René Brack, Menetrey (86. Persichini).
Bemerkungen: Lyss ohne M. Ferreira, T. Ferreira, Fischer, Subramaniam, Demoli, Grossenbacher, Wanner (alle verletzt).

Der SV Lyss imponiert und verliert trotzdem

Der SV Lyss hat in Develier vorab in der ersten Halbzeit eine seiner besten Saisonleistungen gezeigt und die Partie trotzdem mit 2:3 verloren. In Halbzeit zwei spielten sich schier unglaubliche Szenen ab.
Lyss-Trainer Patrik Schüpbach konnte sich kaum beruhigen: "Das habe ich noch nie erlebt. Wir spielten sozusagen gegen 14 Mann. Die Schiedsrichter haben in der zweiten Halbzeit mit ihren Fehlentscheiden den Gegner derart bevorzugt, es schien als dürften wir gar nicht gewinnen. Eigentlich sollte diese Leistung Konsequenzen haben." Doch der Reihe nach: Der SV Lyss zeigte in den ersten 45 Minuten seine vielleicht beste Saisonleistung überhaupt. Die Seeländer spielten druckvoll, liessen den Ball laufen, zeigten herrliche Passfolgen und waren schliesslich auch effizient. Ein Torerfolg war sowieso nur eine Frage der Zeit. Nachdem die Lysser in der 39. Minute einen Lattenkopfball zu beklagen hatten, eröffneten sie das Skore kurze Zeit später. Menetrey in der 42. Minute und Rindlisbacher nur zwei Zeigerumdrehungen später, brachten den SVL absolut verdient mit 2:0 in Führung.

Unglaubliche Entscheide

Der Lysser Untergang nahm in der 51. Minute nach einem Goaliefehler seinen Anfang. "Da müssen wir uns an der eigenen Nase nehmen", so Schüpbach, der in den folgenden Minuten dann schier Unglaubliches erleben musste. Da wurden seine Spieler x-mal ungerechtfertigt aus dem Offside zurückgepfiffen. Da wurden Einwürfe fälschlicherweise dem Gegner zugesprochen. Da wurde im Strafraum ein klares Handspiel übersehen. Da wurden Lysser Akteure gefoult und die Freistösse trotzdem für Develier gegeben. Selbst die einheimischen Zuschauer schüttelten verständnislos die Köpfe. Die ganze Szenerie ähnelte einer Clownnummer im Zirkus und war absolut lachhaft. Das konnte nicht gut gehen und als Lyss das Leder in der 84. Minute nicht aus der Gefahrenzone bringen konnte, hiess es wie quasi aus dem Nichts 2:2. Noch schlimmer: Mit ihrem gefühlten vierten oder fünften Angriff der gesamten Partie, erknorzte sich Develier in der Nachspielzeit auch noch den Siegtreffer. Bitter für den SV Lyss, der unnötig drei wichtige Zähler abgeben musste. Es gilt, diese Niederlage rasch zu verdauen und vorwärts zu schauen. Nächster Termin ist ausgerechnet das schwierige Auswärtsspiel in der Tissot-Arena gegen den FC Biel. dmb